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Autorin Silke Vry lässt archäologische Abenteuer lebendig werden


„Ich freue mich, endlich wieder live vor Schülern lesen und erzählen zu können“, bekannte die Kinder- und Jugendbuchautorin Silke Vry nach einer freundlichen Begrüßung durch Schulleiterin Katharina Hirt. Auf Einladung von Nadja Broghammer, Leiterin der Schul- und Gemeindebücherei, war die Hamburgerin nach Dunningen gekommen, um den Sechstklässlern der Eschachschule ihr Buch „Verborgene Schätze, versunkene Welten: Große Archäologen und ihre Entdeckungen“ vorzustellen. Silke Vry erzählt in diesem Buch 21 Geschichten von Pionieren der Archäologie. Von Heinrich Schliemann, der im sagenumwobenen Troja mehr sah als nur eine Legende. Von Giuseppe Fiorelli, der die Toten Pompejis zum Leben erweckte. Oder von Thor Heyerdahl, der 1947 mit seinem Floß Kon-Tiki von Südamerika aus quer über den Pazifik nach Polynesien segelte. Genau diese Geschichte hatte die studierte Archäologin für die Eschachschüler ausgesucht.

Als Wissenschaftlerin blieb sie zwar immer bei den Fakten, trotzdem hörten die Schülerinnen und Schüler keinen sachlichen Expeditionsbericht, sondern der Schriftstellerin gelang es, das Ganze als ungemein spannendes und fesselndes Abenteuer zu präsentieren. Sie las nicht einfach nur aus ihrem Buch, sondern sie nahm die Kinder mit auf eine Reise mit viel Interessantem zum Sehen, Hören, Staunen, Rätseln und Lachen. Für großes Erstaunen sorgten auch die vorgestellten Erfindungen der Griechen und Römer vor teilweise über 2000 Jahren, welche die Autorin in kleinen und einfachen Experimenten präsentierte. Wer hätte gedacht, dass Pythagoras nicht nur ein genialer Mathematiker war, sondern auch einen „Zauber-Becher“ erfunden hat, der immer dann, wenn er gierig zu voll gefüllt wird, seinen gesamten Inhalt verliert und nur dann genutzt werden kann, wenn man beim Trinken Bescheidenheit walten lässt. Für die neugierigen Sechstklässler löste Silke Vry das Rätsel, ebenso wie die Wirkungsweise einer Apparatur, die scheinbar Wasser in Wein (in diesem Fall Saft) verwandeln kann.

Die sonst so quirligen Schülerinnen und Schüler sahen und hörten über 90 Minuten höchst konzentriert und fasziniert zu. Einige wollten sogar nach Ende der Veranstaltung noch einmal ganz genau erklärt bekommen, wie die Wundermaschinen funktionieren. Nur gut, dass dass die Schul-und Gemeindebücherei das Bändchen „Lass krachen! Antike Erfindungen zum Nachbauen“, in dem die Autorin die erstaunlichsten und witzigsten Erfindungen der Antike erläutert, ebenso wie die „verborgenen Schätze“ zur Ausleihe bereit hält.

Bild 1  Mit ganz einfachen Experimenten erklärte die Autorin erstaunliche Erfindungen und Entdeckungen der Antike

Bild 2  Ob da jetzt wirklich Kirschsaft rauskommt? – Es funktionierte tatsächlich

Bild 3  Der „Zauber-Becher“ des Pythagoras erzieht seinen Benutzer zu Bescheidenheit