Neuigkeit

Die eigene Situation im Spiegel eines Musicals


Dunningen. Eigentlich war es ihre eigene, persönliche Geschichte, die Geschichte vom Abschied von der Schule und dem Aufbruch in neue Lebenswelten, welche die Schülerinnen und Schüler beim kulturellen Abend der Eschachschule in ihrem Musical „We’re all in this together“ aufführten. Einen recht bedeutenden Anteil der Akteure stellten nämlich Schüler der zehnten Klassen, die sich mit dieser Aufführung von der Eschachschule verabschiedeten.
Eltern, Lehrer, Schüler und weitere Gäste aus der näheren und weiteren Umgebung wollten sich diesen Höhepunkt des Schuljahres nicht entgehen lassen, so dass Schulleiterin Katharina Hirt am Freitagabend in ihrer Begrüßung einer vollbesetzten Aula zurecht einen sehr unterhaltsamen Abend mit einem abwechslungsreichen Programm aus Musik, Schauspiel und Tanz ankündigen konnte. Mit dem Lied „Bald  pranget, den Morgen zu verkünden“ aus der Oper „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart eröffnete das Vocal-Ensemble „Auftakt C“ den musikalischen Reigen und mit „Das klingt so herrlich“ aus demselben Werk gab die kammermusikalische Besetzung des Ensembles „Leitton“ gewissermaßen einen Ausblick auf das, was sich anschließen sollte.
Als dann der Schulchor und die Schauspieler der Musical-AG die Bühne als Mitglieder eines Basketballteams regelrecht stürmten, fühlte sich das Publikum schlagartig an eine amerikanische High-School versetzt. In der Geschichte, die sich dort entwickelt geht es im Grunde darum, dass die Schüler der letzten Klasse zum Abschluss ein Musical aufführen wollen. Darin eingebettet ist einerseits die Liebesgeschichte von Gabriella (Nora Morina / Magi Ajvazaj)  und Troy (Alina Bauer / Jessica Naumann), denen die Trennung droht, weil sie an weit voneinander entfernten Universitäten studieren sollen. In einem zweiten Handlungsstrang geht es um die egozentrische Sharpay (herrlich zickig gespielt von Laura Kapp / Yvonne Koch), die unbedingt im Rampenlicht stehen will und dazu allerlei Intrigen inszeniert. Am Ende jedoch wird alles gut und in einer grandiosen Feier singen alle zusammen die Versöhnungs-Hymne „We’re All in this Together“  
Mit melancholischen Balladen, mit fetzigen Rocksongs, mit Soul oder auch Rap Musik trugen die Gesangssolisten, getragen vom vielstimmigen Schulchor, mit ihren Darbietungen die Handlung und die jeweilige Stimmung. Ob mit sanfter Alt-Stimme (Virginia Schäfer), kraftvoll  rhythmisch pointiert (Magi Ajvazaj) oder im Stil einer Jazz-Sängerin (Carlotta Wolf), die genannten und weitere Interpreten (Amely Ohnleiter, Laura Kapp, Amelie Kapp Zoe Lorenz, Eyleen Seifried, Timo Hirschmann, Friederike Vogel, Julia Herdt) zogen mit ihren Auftritten das Publikum in ihren Bann. Schwungvolle Tanzeinlagen inklusive Wiener Walzer durch Schüler und Schülerinnen der Klassen 6a/c, 7b/c, 9a/b/c und 10b/c, fantastische Kostüme (Team Klothilde Auber), ein stimmiges Bühnenbild und eine perfekt eingerichtete Licht- und Tontechnik (Werner Moser) machten die Geschichte zu einem Erlebnis für alle Sinne. Im Namen aller Beteiligten bedankten sich die beiden charmanten Ansagerinnen Susanne Marschall und Julia Niebel bei den vielen Helferinnen und Helfern im Hintergrund und vor allem bei Hermann Schneider, ohne den es, so Schulleiterin Katharina Hirt, diese Veranstaltung nicht geben würde.
Nach einer Pause, in welcher die Klasse R 9c die Besucher bewirtete, wartete mit dem Schulorchester ein weiterer musikalischer Höhepunkt auf die Gäste. Nach einer feierlichen Eröffnung mit einer Auswahl von Melodien aus dem „Freischütz“ von Carl Maria von Weber,  dem besinnlichen Lied „All i ask of you“ aus dem Musical „Phantom der Oper“ von Andrew Lloyd Webber und „Selections from Mary Poppins“ zogen die Saxophonisten des Orchesters alle Register. Bei „Take Five“ von Paul Desmond, einem  Klassiker im Fünf-Vierteltakt, konnten sie unter Beweis stellen, dass sie auch rhythmisch ungewohnte Passagen mit Bravour meistern. Pure ansteckende Spielfreude war dem gesamten Orchester bei den Poptiteln „Call me maybe“ und „Take on me“ von A-HA anzumerken. Mit dem Marsch „Gruß an Kiel“ von Friedrich Spohr animierte das Orchester schließlich den ganzen Saal zum Mitklatschen, so dass die Musiker unter der Leitung von Hermann Schneider erst nach einer frenetisch verlangten Zugabe das traditionelle Schlusslied „Nehmt Abschied Brüder“ anstimmen konnten, bei welchem das Publikum aus voller Kehle mitsang.