Neuigkeit

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge


Es ist eigentlich nichts Besonderes, wenn an einer großen Schule wie der Eschachschule Schulleiterin Katharina Hirt am Schuljahresende eine ganze Reihe von Kolleginnen und Kollegen verabschieden muss. : Lehramtsanwärter haben ihren Vorbereitungsdienst abgeschlossen (Dominik Leibrecht), abgeordnete Lehrkräfte kehren an ihre Stammschule zurück (Katrin Suchantke), Kollegen werden auf eigenen Wunsch an eine Schule versetzt, die näher bei ihrem Wohnort liegt (Cornelia Köb, Franjo Soldo).  Das kommt fast jedes Jahr vor. Dass allerdings zwei Kollegen, welche über Jahrzehnte das Gesicht der Schule entscheidend mitgeprägt haben, in den Ruhestand gehen, war dem Kollegium der Eschachschule am letzten Schultag vor den Ferien doch eine besondere Feierstunde wert.
Annette Bunzel war seit ihrem Dienstantritt in Dunningen so etwas wie der „kreative Kopf der Schule“.  Sie sorgte nicht nur im Lehrerzimmer und ihren jeweiligen Klassenzimmern durch Blumenschmuck und Dekoration für eine Wohlfühlatmosphäre, sondern bezog das ganze Schulhaus in diese Bemühungen ein. Obwohl von Hause aus Englisch- und Französischlehrerin sorgte sie mit ihren Kunstprojekten – zuletzt zusammen mit dem Rottweiler Künstler Tobias Kammerer – immer wieder für außergewöhnliche Akzente. Bleibende Verdienste erwarb sie sich dadurch, dass sie bereits vor 25 Jahren einen Austausch mit dem Collège in Fortschwihr im Elsass ins Leben rief, aus dem eine dauerhafte Partnerschaft zwischen den beiden Schulen entstand.
Hartmut Starke war seit 1976 Lehrer an der Eschachschule und darf deswegen zu Recht als einer der Pioniere der Realschule in Dunningen bezeichnet werden. In den 41 Jahren seines Wirkens als Lehrer übernahm er eine unglaubliche Fülle von Sonderaufgaben, so dass Schulleiterin und Kollegium sich in der Würdigung seiner Verdienste auf Stichworte beschränken mussten. Er verfasste Jahrbücher und komplette Festschriften für die Schule, war  jahrelang für die Berufsorientierung der Eschachschüler verantwortlich, organisierte die so genannten Modulwochen,  leitete in früheren Jahren die Redaktion der Schülerzeitung „Wanze“ und war den drei Schulleitungen in seiner Laufbahn als Schulbuchverwalter eine unersetzliche Hilfe.
Schulleiterin Katharina Hirt bedankte sich herzlich bei den beiden zukünftigen Ruheständlern, welche sich ihrerseits mit Dankesworten von der Schule und dem Kollegium verabschiedeten. „Wir gehen mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, räumten die beiden ein: Einerseits sei die Freude groß, jetzt endlich ausreichend Zeit für die unterschiedlichen Hobbys  zu haben, andererseits sei halt doch eine Lücke entstanden, die es zu füllen gelte.
 
Bild:    Annette Bunzel und Hartmut Starke freuen sich auf mehr Zeit für ihre vielfältigen Hobbys